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Eintrag vom 18.04.2022 um 10:34 Uhr

Gefährliche SM-Praktiken

Nachdem ich in den letzten Tagen nicht gerade Positives berichtet habe, möchte ich das Blatt wenden.

Es geht mal wieder um SM-Praktiken. Allerdings um Praktiken, die man nicht durchführen sollte, weil sie das Leben bedrohen oder zumindest einen Krankenhausaufenthalt erforderlich machen.


NICHT ZUR NACHAHMUNG EMPFOHLEN!!!


Eingraben


Alle Jahre wieder im Frühling werde ich gefragt, ob ich jemanden bis zum Hals eingrabe, bis nur noch der Kopf zu sehen ist. Und das Beste: Du willst dann mind. 12 Stunden eingegraben bleiben. Nachdem ein Loch von 1 x 1 Meter Größe und 1,75 Meter Tiefe gegraben wurde, springst Du voller Vorfreude hinein und ich schütte Dich wieder zu. Nun schaut nur noch der Kopf aus der Erde. Schon bald, sehr bald, kannst Du Beine und Arme nicht mehr bewegen und einige Minuten später auch nicht die Zehen und Finger. Dir wird jede Bewegung umnöglich gemacht, was aber nicht an meinem Tun liegt. Du bittest darum, dass ich Dich anpisse oder Dir einen Schlauch in den Mund stecke, durch den Du meine Pisse zu trinken bekommst. Du bemerkst, dass Dir das Schlucken etwas schwerer fällt, als normalerweise. Zwei stunden später redest Du kaum noch mit mir, Deine Atmung wird flacher. Die Erde im Loch wird fester und härter. Sie drückt Dir nicht nur auf Beine und Arme, sondern auch auf Bauch und Brust. Es fällt Dir immer schwerer, den Brustkorb zu bewegen. Und das geschieht bereits nach höchstens 2 Stunden, 10 Stunden hast Du noch vor Dir. Du redest kaum noch und das, was Du sagst, ist kaum verständlich. Dann, wenn ich Dich nicht wieder ausgrabe und die Last von Deinem Brustkorb nehme, verstummst Du, weil Du erstickt bist.


Ameisennest


Ameisen sind nützlich, sowohl im eigenen Garten als auch im Wald. Aber wenn sie angegriffen werden, können sie auch ganz unangenehm werden. So hat mir mal ein Maso versucht, glaubhaft zu machen, dass er im Frühling und Sommer einmal im Monat in den Wald geht und nach Ameisennestern Ausschau hält. Hat er ein Nest gefunden, zieht er sich komplett aus, trampelt auf dem Nest rum und legt sich nackt darauf. Angeblich würde er von den Ameisen angegriffen und gebissen werden. Er liebt die Bisse sehr und liegt manchmal 10 Minuten auf so einem Ameisennest. Die Ameisen greifen ihn natürlich an, beißen ihn an allen Körperstellen, um ihr Nest zu verteidigen. Er bekommt immer wieder mehr als 1000 Bisse der Ameisen, die ihr Gift in ihn drücken. Irgendwann steht er dann auf, schüttelt die Ameisen von seinem Körper und zieht sich wieder an. Danach tritt er den Heimweg an. Angeblich hat er niemals irgendwelche Nebenwirkungen davon getragen. Ameisengift ist, wie der Name schon sagt, ein Gift. Es brennt höllisch und kann Allergien auslösen, die bis zu einem allergischen Schock gehen können. Die Tatsache, mehr als 1000 Ameisenbisse absolut schadlos zu überstehen, ist unglaubwürdig. Zu viele Bisse von Ameisen können tödlich sein.


Die spezielle Darmreinigung


Im Haushalt befinden sich die unterschiedlichsten Reinigungsmittel, angefangen vom Allesreiniger, über Scheuermilch, Entkalker bis hin zum WC-Reiniger.

Gerade WC-Reiniger haben es in sich, aber auch Entkalker wie z. B. "Antikal", welches Edelstahlflächen wieder blitzblank macht. Im industriellen Einsatz gibt es Reiniger, die für den normalen Haushalt definitiv nicht geeignet sind, weil sie so scharf und ätzend sind, dass man dafür einen Lehrgang mitmachen muss, bevor man sie benutzen darf.

Aber selbst so angeblich harmlose Reiniger wie eine Möbelpolitur sollte man für Sex niemals benutzen.


Sehr beliebt scheinen aber WC-Reiniger zu sein, angefangen von der "WC-Ente" bis hin zu "Domestos". Mir ist schleierhaft, was man davon hat, sich Weichspüler in den Darm laufen zu lassen oder Flüssigwaschmittel.

Fakt ist: all diese Mittel sind nicht für die Anwendung im menschlichen Körper vorgesehen und können erhebliche Verätzungen verursachen. Wenn mir einer erzählt, er würde regelmäßig WC-Reiniger in den Darm bekommen, ist das unglaubwürdig, denn diese Mittel haben eine leicht ätzende Wirkung, die die Schleimhäute im Darm zerstören können. Ein Krankenhausaufenthalt ist unumgänglich.


Haustiere


Geilheit setzt den Verstand außer Kraft. Das zeigt sich insbesondere beim Umgang mit Haustieren. Egal, ob Hamster, Ratte oder Maus oder gar den Kanarienvogel; es gibt kein Haustier, das nicht schonmal einen menschlichen Darm von innen gesehen hat. Das Gefühl, etwas Lebendiges im Darm zu spüren, mag ja phantastisch sein, aber hat dabei schon mal jemand an sein Haustier gedacht? Tiere haben einen Bewegungsdrang und handeln instinktiv. Im Darm ist nicht genug Platz, damit sich der Hamster darin ausreichend bewegen kann. Er gerät in Panik und es könnte passieren, dass er Deine Darmwand verletzt. Es könnte aber auch sein, dass er aus Panik immer tiefer in den Darm geht, weil er dort einen Ausgang vermutet. Lasse lieber die Finger von Haustieren aller Art, egal, ob groß oder klein, ansonsten riskierst Du einen sehr unangenehmen Aufenthalt im Krankenhaus.


Kastriere mich


Nein, nicht mich, aber dieser Wunsch ist nicht selten. Findest Du einen Sado, der Dich kastrieren will, verfasse vorher Dein Testament. Warum? Nun, wenn Du an jemanden gerätst, der von einer Kastration lediglich mal in SM-Stories gelesen oder auf einem Video gesehen hat, wird er kaum in der Lage sein, die entstandene Blutung zu stillen. Werden Dir die Eier komplett entfernt, ist die Chance sehr groß, innerhalb von 10 bis 15 Minuten zu verbluten. Dann hilft auch kein Krankenhaus mehr. ;-)

Ganz kurios wird es dann, wenn sich jemand immer und immer wieder kastrieren lassen will. Ja, mein Gott, wachsen die Hoden etwa nach? Einmal Eier ab, immer Eier ab. Das ist keine Praktik, die sich wiederholen lässt. Und was hat Maso dann davon? Eine Kastration erfolgt in der Regel sowieso unter Vollnarkose, so dass der Maso davon gar nichts mitbekommt. Er wacht auf und die Eier sind weg; für immer und ewig. Das aber betrifft nicht nur die Hoden, sondern auch den Penis. Einmal weg, immer weg.


Aufhängen


Auch nicht selten: der Wunsch, erhängt zu werden. Eigentlich sollte man meinen, diese Praktik läuft unter Atemkontrolle. Doch die Kontrolle kann dabei sehr schnell außer Kontrolle geraten. Das Seil falsch geknotet, ein nicht vertrauenswürdiger Partner oder gar alleine aufhängen? Du nimmst Deinen Tod bei sowas in Kauf. Wenn Du Dich selbst aufhängst, könnte es das letzte Mal gewesen sein. Erst Recht dann, wenn Du mangels Atmung keinen klaren Gedanken mehr fassen kannst. Schon viel zu oft sind Männer und Frauen bei solchen SM-Praktiken ums Leben gekommen. Ganz schwierig wird es, wenn Du während des Hängens auch noch Deine Hände gefesselt hast. Es bedarf eigentlich nur eine unvorsichtige oder ruckartige Bewegung und das Genick ist gebrochen. Resultat: Tod.

Wenn Du schon unbedingt solche Spiele spielen musst, habe immer jemanden dabei, der sich mit diesen Spielen auskennt. Doch selbst dann kann etwas Unvorhergesehenes passieren und dann ist zumindest ein Krankenhausaufenthalt notwendig.


Grundsätzliches


Ich will ja Niemandem Angst machen, aber man muss sich sowohl als Maso wie auch als Sado jederzeit im Klaren darüber sein, dass bei SM viel zu viel schief gehen kann, was einen Krankenhausaufenthalt nach sich zieht oder im schlimmsten Fall den Tod.

Das ist selbst bei Praktiken der Fall, die man als Sado schon 100 Mal praktiziert hat. Eines Tages ist man so routiniert in den verschiedenen Praktiken, dass man als Sado leichtsinnig wird. Sowas geht niemals lange gut.


Kleine Verletzung oder großer Unfall?


Schon 1000 mal gemacht, und nie ist etwas passiert. Das Spiel mit Nadeln ist ein Spiel höchster Konzentration. Da wird eine Nadel ausgepackt und aus irgendeinem Grund sticht sich Sado selbst mit der Nadel in den Finger. Ach, ist nicht so schlimm? Dann aber wird die Nadel nicht entsorgt, sondern dem Maso verabreicht. Schließlich hat Maso ja nichts davon mitbekommen. Tja, und schon kann eine erste kleine Infektion beim Maso auftreten. Da hilft es dann ggf. auch nicht, sich selbst und Maso desinfiziert zu haben. Desinfektion ist nicht Alles! Also grundsätzlich aufpassen und ggf. die Nadel vorher entsorgen.


Was auch durchaus vorkommen kann, sind Schürfwunden, wenn der Hodensack abgebunden ist und mit den Hoden gespielt wird. Schürfwunden sind zwar nicht schlimm, schmerzen aber recht stark. Auch kann dadurch etwas Blut fließen. Sowas sollte zwar nicht passieren, kann es aber. Die Versorgung einer Schürfwunde ist recht einfach und geht schnell vonstatten. Eier von der Abschnürung befreien, mit einem Desinfektionstuch die Wunde abtupfen und ggf. ein Pflaster darauf. Sollte es bluten, genügt es im Normalfall, die blutende Stelle mit einem fusselfreien Tuch einige Minuten abzudrücken und den Hodensack für 1 bis 3 Tage in Ruhe zu lassen.


Unfälle können passieren, sind aber glücklicherweise recht selten. Selten, weil sich Sado seiner Verantwortung bewusst ist. Ist er es nicht, passiert ganz schnell ein kleiner oder großer Unfall.


Es können aber auch Unbfälle passieren, an denen weder Sado noch Maso Schuld haben. Dazu hat mir mal ein Maso von einer Session berichtet, die er so schnell nicht vergisst.


Während der Session hing er mit den Füßen nach oben an einem Flaschenzug. Die Hände hatte er auf dem Rücken gefesselt. Der Sado zog ihn nun hoch, bis der Maso den Bodenkontakt verlor. Sado begann, ihn nun auszupeitschen und Maso zappelte und schrie bei jedem Schlag. Das Zappeln des Maso hat den Flaschenzug anscheinend überfordert, denn das Seil am Flasche nzug sprang aus seiner Umlenkrolle und fiel zu Boden, natürlich mit dem Maso daran. Der Maso schlug mit dem Kopf hart auf den Boden auf und verrenkte sich dabei seinen Hals. Die Session war damit beendet. Der Maso hatte noch einige Tage Schmerzen im Nacken und 2 Tage lang Kopfschmerzen. Er hat den Sado nie wieder gesehen.

Dieses Beispiel zeigt, dass nicht immer einer der beiden Spielpartner direkte Schuld haben muss. Auch die genutzte Technik muss in einem tadellosen Zustand sein. Versagt die Technik, geht etwas schief.


Ich möchte zum Schluss noch klarstellen, dass Unfälle mit anschließendem Krankenhausaufenthalt oder dem Tod nicht an der Tagesordnung sind, sondern glücklicherweise nur sehr selten vorkommen. Gefühlt passiert bei 99 von 100 SM-Sessions gar nichts, was nicht vorgesehen war. Andererseits ist 1 % aller SM-Sessions mit Krankenhaus verbunden. Wenn ich mal geschätzt davon ausgehe, dass in ganz Deutschland jeden Tag ca. 10.000 SM-Sessions stattfinden, würde der Notarzt bzw. der Rettungswagen jeden Tag zu bis zu 100 mal zu einer SM-Session ausrücken müssen. Wie gesagt: das sind geschätzte Zahlen.


 

Anzahl Kommentare: 2

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Eintrag von Flintstone am 20.04.2022 um 10:19 Uhr
Polidor
Ich tu mich mal mit Möbelpolitur "Politur" verletzt haben. Einen Moment nicht aufgepasst und ein Spritzer kam auf meinem Schwanz. Das tut ganz übel gebrannt haben. Mein schwanz hat auch nach fast 10 Jahren noch tiefrote Stellen.
Ja, ich tu immer nackt putzen.

Eintrag von Markus am 19.04.2022 um 16:56 Uhr
Undenkbar
Also das mit den Tieren ist ja wohl absolut unterste Schublade. Sex mit Tieren ist ein absolutes Tabu und Tierquälerei. Sollte mir mal so jemand über den Weg laufen, gibt es sofort eine Anzeige.
Ich frage mich da manchmal echt, auf was für abgedrehte Ideen manche Leute kommen.

Was das Eingraben anbelangt, so das der Kopf nur noch aus dem Boden rausschaut, gibt es andere Möglichkeiten das zu simulieren, indem man einen ausgekleideten Schacht baut in den man jemanden entweder fest fixiert an einem Gestell, oder in einen Fesselsack mittels eines Flaschenzug herablassen kann und diesen mit einem Deckel verschließt wo wahlweise der Kopf rausschauen kann, oder der komplett verschlossen werden kann.
Mann könnte das noch verfeinern, indem man den Schacht unter Wasser setzen kann und zum ablassen ein Abfluß der mit einem Schieber geöffnet werden kann.
Das würde dieses Gefühl eben so vermitteln, ohne jedoch zu den Nebenwirkungen eines tatsächlichen eingrabens zu führen.

Naja... und das mit den Reinigungsmitteln... halte ich auch für eher Fake. So was macht man nur einmal...