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Eintrag vom 15.04.2022 um 15:19 Uhr

Test des Cellmate 2 Keuschheitsgürtel

Wir waren auf der Suche nach einem Keuschheitsgürtel, der ohne Schlüssel abschließbar ist. Schlüssel haben nämlich die unschöne Eigenart, verloren zu gehen.


Nun, wir haben den Cellmate 2 bei neo gefunden und uns gedacht, dass man für den Preis nicht viel falsch machen kann. Darum habe ich ihn bestellt und per Kreditkarte bezahlt. Bereits 4 Tage später wurde er mit DHL geliefert.


Der Keuschheitsgürtel wird in einem stabilen Karton geliefert. Der Inhalt ist kurz und knapp beschrieben:

1 Ring mit 4,5 cm Durchmesser

1 Ring mit 5 cm Durchmesser

1 Peniskäfig und natürlich

1 Bedienungsanleitung

und zusätzlich eine Ersatzbatterie


Die Ringe sind ergonomisch geformt und passen sich gut den körperlichen Merkmalen an. Der Peniskäfig ist aus einem Kunststoff. In ihm ist eine Batterie untergebracht, die laut Hersteller zwischen 12 und 16 Monaten halten soll.
Das hängt wohl ganz davon ab, wie oft der Cellmate 2 geöffnet und geschlossen wird.

Die Bedienungsanleitung ist ein kleines 10-seitiges Heftchen in englischer Sprache. Auf der Rückseite befindet sich ein QR-Code, der mit dem Smartphone eingelesen werden muss, um an die richtige App zu kommen.

Die App gibt es für IOS und Android.


Der Keuschheitsgürtel ist relativ unkompliziert anzulegen. Nun, das wird ja hoffentlich auch nicht so oft gemacht, so dass man sich dafür beruhigt mal 5 bis 10 Minuten Zeit nehmen sollte. Ist der Keuschheitsgürtel mal angelegt, trägt er sich sehr bequem und bereits nach wenigen Stunden merkt der Träger gar nicht mehr, dass er einen Keuschheitsgürtel trägt.


Das Gesamtgewicht von ca. 250 Gramm trägt Einiges dazu bei. Nur noch den Verschluss-Stift einschieben und fertig. Der Keuschheitsgürtel ist aber noch nicht verschlossen. Hierzu wird die App benötigt.


Nachdem die App heruntergeladen und installiert ist, muss man sich einen Account erstellen. Natürlich zunächst einmal als Dom, denn nur als Dom hat man die Möglichkeit, den KG zu öffnen. Ist der Account erstmal erstellt, muss das Smartphone via Bluetooth mit dem KG gekoppelt werden.
Nun wird der Keuschheitsgürtel in Deinem Account gespeichert.

Als Nächstes muss der Devote, also der Träger die App ebenfalls herunterladen und einen Account einrichten. Auch er muss den KG via Bluetooth mit dem Smartphone verbinden und sein KG wird in seinem Account gespeichert.

Der letzte Schritt ist nun, dass der/die Dom den Träger einladen muss. Das war es dann auch schon.


Nun hat der/die Dom vollen Zugriff auf den Keuschheitsgürtel.


In der App kann der KG auf Anfrage des Trägers geöffnet, oder die Anfrage ablehnend beantwortet werden.

Weiterhin kann der/die Dom feste Zeiten angeben, zu denen der KG ganz automatisch geöffnet wird.

Kleiner Wermutstropfen: leider ist die App nicht konsequent ins Deutsche übersetzt, so dass man mit einem Sprachengemisch aus Deutsch und Englisch zurecht kommen muss.

Die englische Sprache zu beherrschen, ist vorteilhaft.


Kommen wir nun zu den Möglichkeiten, die der Keuschheitsgürtel in Verbindung mit der App bietet ...

Die App ist fast sowas wie ein Kontrollzentrum. Der/Die Dom kann


  • - den Keuschheitsgürtel aus der Ferne öffnen, auch wenn der Träger nicht in der Nähe ist. Ist der Träger auf der Arbeit oder im Ausland, kann der/die Dom ihn trotzdem öffnen.

  • - jederzeit feststellen, wo sich der Träger gerade befindet.

  • - festgelegte Uhrzeiten angeben, zu denen der Keuschheitsgürtel automatisch geöffnet wird


Und so funktioniert es ...


Der/Die Dom ist zu Hause, der Träger auf der Arbeit, 30 km entfernt.

Der Träger öffnet seine App und schickt an den/die Dom eine Anfrage zum Öffnen des Keuschheitsgürtels. Die Anfrage wird an den eigenen Account gesendet und von dort aus zum Account des/der Dom. Auf dem Smartphone des/der Dom erscheint eine entsprechende Anfrage zum Öffnen des KG. Tippt der Leser nun auf "Ablehnen", wird die Antwort an den eigenen Account, dann an den Account des Trägers gesendet. Dieser wiederum empfängt eine entsprechende Nachricht zur Ablehnung.


Verliert das Smartphone aus welchen Gründen auch immer die Bluetooth-Verbindung zum Keuschheitsgürtel, wird der KG automatisch verschlossen.


Das verhindert das unwissentliche Öffnen des Keuschheitsgürtels, wenn die Bluetooth-Funktion auf dem Smartphone deaktiviert wird.


Außerdem bleibt der Keuschheitsgürtel verschlossen, wenn die Verbindung wieder vorhanden ist und der/die Dom erhält eine Mitteilung, dass die BT-Verbindung des Trägers zum KG unterbrochen gewesen ist und der Keuschheitsgürtel nur noch vom Dom geöffnet werden kann.


Ein vorzeitiger Ausbruch aus dem Keuschheitsgürtel wird so sehr erfolgreich verhindert.


Beim Cellmate 2 ist als neue Funktion eine Notöffnung vorgesehen. Diese kann jedoch ebenfalls nur vom Dom aktiviert werden.


Für wen lohnt sich die Anschaffung?


Die Anschaffung des Cellmate 2 Keuschheitsgürtels lohnt sich für Jeden, der für einige Zeit einen möglichst ausbruchsicheren Keuschheitsgürtel tragen und dabei die Kontrolle vollständig abgeben möchte.

Weiterhin ist die Anschaffung für alle Frauen bzw. Ehefrauen sinnvoll, die erfolgreich verhindern möchten, dass der Ehegatte heimlich andere Frauen beglückt.


Die Software des Cellmate 2


Leider muss ich bei der Software, die es sowohl für Apples IOS als auch für Android-Smartphones gibt, erhebliche Abstriche machen.


Wer der englischen Sprache nicht mächtig ist, wird an der App keine Freude haben. Es gibt zwar eine deutsche Übersetzung der App, jedoch ist die Übersetzung schlechter als delitantisch. Die deutschen Übersetzungen sind irreführend und deshalb kaum zu gebrauchen.


Neben der sehr schlechten Übersetzung ist die App veraltet und birgt einiges Potenzial an Sicherheitsrisiko.

So war es mir in wenigen Minuten möglich, den Keuschheitsgürtel eines mir wildfremden Trägers problemlos zu übernehmen, obwohl der Träger bereits einen Keyholder gespeichert hat. Es war kein Problem, den Keyholder aus dem Profil zu entfernen. Von All dem hat der Träger gar nichts mitbekommen. An die Benutzerdaten eines wildfremden Accounts heranzukommen war ein Kinderspiel.


Es genügte vollkommen, sich ein Profil in der App herauszusuchen und dessen Profil-ID zu merken. Danach nur noch eine eMail an den Support von QIUI mit der Frage nach dem dazugehörigen Passwort gesendet und wenige Stunden später wurde mir das Kennwort im Klartext zugesendet.


Mit wenigen Schritten zu einem Passwort kommen, ging noch nie so einfach:


  1. Die QIUI-App öffnen und sich mit seinen Benutzerdaten anmelden

  2. Ein "Opferprofil" heraussuchen und sich den Profilnamen und die Profil-ID notieren.

  3. Sicherheitshalber noch den Ort des "Opfers" und die Nummer seines Cellmate notieren

  4. Aus der App ausloggen

  5. eine eMail an den Support schreiben, in dem Du glaubhaft machst, dass Du Dein Kennwort vergessen hast. Gebe in der Mail den Profilnamen des "Opfers", seinen Wohnort, seine Profil-ID und die Nummer seines Keuschheitsgürtels an.

  6. Wenige Stunden später (Zeitverschiebung) erhälst Du eine eMail vom Support mit dem angefragten Kennwort im Klartext


Ich konnte es nicht glauben, aber es war wirklich so einfach. QIUI war es anscheinend völlig egal, dass die Anfrage nach einem Kennwort von einer anderen, als der zum Profil gespeicherten, Mailadresse kommt.


Das ist mal wieder typisch für chinesische Software. Sicherheit und Datenschutz werden konsequent ignoriert und deshalb ist die App offen wie ein Scheunentor.


Wenn ich darüber nachdenke, einen Cellmate oder Cellmate 2 zu tragen und ein Profil in der App zu haben, wird mir unwohl bei dem Gedanken, dass es jederzeit passieren kann, keine Kontrolle mehr über meinen eigenen KG zu haben. Und noch unwohler wird mir, dass nicht einmal mehr mein gewünschter Keyholder Kontrolle hat, sondern irgendein Wildfremder aus den USA oder China.


In einem solchen Fall hilft nur: KG zerstören und wegwerfen.


Fazit:


Der Preis des Cellmate 2 liegt in einem annehmbaren Bereich. Das Preis-Leistungsverhältnis kann ich als gut bezeichnen, denn die Hardware ist robust und stabil. Allerdings muss ich die App als mangelhaft beurteilen.


Die Kontrolle über das Schloss und den aktuellen Standort des Trägers bringt bei einer Keuschhaltung für den Schlüsselverwalter (Keyholder) noch einen zusätzlichen Kick, der durchaus, auch für die Frau, Spaß macht.


Da wir den Cellmate 2 noch nicht lange haben, bleibt abzuwarten, ob die Batterie ihre versprochene Lebensdauer von 12 bis 16 Monaten einhält.


Schlussbemerkung


Wem mein Text etwas bekannt vor kommt, dem sei gesagt, dass er im Großen und Ganzen der Selbe ist, wie beim Test des Cellmate 1. Das liegt daran, dass sich technisch fast nichts verändert hat.

 

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