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Eintrag vom 13.04.2022 um 10:42 Uhr

15 Jahre Versklavung widerwillen

Vor ein paar Wochen wurde ich von einem Mann angeschrieben, der mir eine eigentlich unglaubwürdige Geschichte erzählt hat.


Stell Dir vor, Du vereinbarst mit Deinen 25 Jahren Lebenserfahrung ein Date mit einem 40-jährigen Master, der für sich einen Sklaven sucht. Du besprichst mit ihm das erste Kennenlernen und wie der Erstkontakt aussehen soll. Du telefonierst einige Male mit ihm und ihr baut ein gewisses Vertrauen auf. Am Tag des realen Erstkontaktes hast Du keinerlei Bedenken, ihm zu begegnen. Wie vereinbart fesselt er Deine Hände mit Handschellen auf dem Rücken und legt Dich in den Kofferraum seines Autos. Du bist angespannt und freust Dich auf seine Location und malst Dir aus, wie die nächsten zwei vereinbarten Stunden ablaufen werden. Doch dann beginnst Du während der Autofahrt nachzudenken, denn die Fahrt dauert länger, als der Master angekündigt hat. Eine Stunde später hält der Wagen an. Der Kofferraum öffnet sich und Du erblickst drei Männer, einer von ihnen ist der Master. Dann geht alles ganz schnell. Du wirst aus dem Kofferraum gezerrt und Dir wird ein Sack über den Kopf gestülpt. Du beginnst zu protestieren und erhälst einen kräftigen Faustschlag in den Magen. Du fällst zu Boden und Deine Füße werden mit einem Seil gefesselt. Du wehrst Dich so gut Du kannst und beschwerst Dich, dass das nicht abgesprochen sei. Dann wirst Du in einen Kellerraum gesteckt und dort an der Wand angekettet. Du wirst darüber informiert, dass Du schreien kannst, so viel Du willst, denn Dich hört sowieso niemand.


Einige Tage später, Du wurdest zwischenzeitlich mehrmals brutal benutzt und hast hin und wieder etwas zu Essen und Trinken bekommen, wirst Du aus dem Keller geholt. Es ist dunkel, irgendwann in der Nacht, und wirst in einen Kleintransporter gestoßen und fest fixiert. Du kannst Dich kaum noch bewegen und der Transporter setzt sich in Bewegung. Viele unzählige Stunden später findest Du Dich in einem anderen Land wieder. Deine Herrschaft besteht ab sofort aus 5 Männern, die Dich brutal benutzen und ausnutzen.


Du verlierst das Gefühl darüber, wie lange Du schon in den Händen dieser 5 Männer bist, wirst verprügelt, durchgefickt, Dir werden die Eier freigelegt, täglich ausgepeitscht und hast jeden Tag von morgens bis abends auf dem Acker zu arbeiten. Die meiste Zeit Deiner freien Zeit verbringst Du entweder im Schweinestall oder wirst brutal benutzt. Irgendwann packen Dich die 5 Männer in einen Anhänger für Pferde und fahren Dich über die Grenze. Hier wirst Du nackt wie Du bist, auf einem Autobahnparkplatz ausgesetzt.


Mittlerweile bist Du 40 Jahre alt, bist von 15 Jahren brutalster Behandlung gezeichnet und hast buchstäblich Nichts. Keine Ausbildung, keinen Job, keine Bleibe, kein Geld und keine Klamotten. Du bist ein psychisches Wrack und 1 Jahr lang in psychiatrischer stationärer Behandlung.


Du schlägst Dich auf der Straße irgendwie durch und bekommst etwas Hartz-4 zum Überleben. Kurz gesagt; Du bist an der untersten Schicht der Bevölkerung angekommen und willst da wieder raus. Du bewirbst Dich in Deinen schmutzigen Klamotten beim Bau, wo Du abgelehnt wirst und weiß, dass Du Dich in Deinem Aufzug nirgendwo bewerben brauchst. Dann stellst Du Dir die Frage, was noch möglich ist und Dir fällt Dein Leben der letzten 15 Jahre ein.


Du kaufst von Deinem letzten Geld ein billiges Handy und schaust Dich im Internet um. Dann findest Du verschiedene Webseiten von Mastern, die Sklaven suchen und schreibst einfach einen Master an und erzählst ihm in Deiner Mail Dein Leben und dem daraus entstandenen innigen Wunsch, wieder Sklave zu werden. Schließlich taugst Du ja dazu; so zumindest Deine Meinung.


Glaubhaft oder nicht?


Wie gesagt ich habe eine solche eMail erhalten und erstmal nicht darauf reagiert, weil ich der Meinung war, dass hier jemand seine Phantasien niedergeschrieben hat. Doch ein paar Tage später schrieb er mir erneut und fügte einige Fotos seines Körpers bei, auf denen die Zeichnungen seiner geschilderten brutalen Behandlung deutlich zu erkennen waren. Es war auf allen Fotos immer das Gesicht zu sehen, so dass ich ausschließen konnte, dass die Fotos von unterschiedlichen Personen waren.


Auch begann er, Details zu schreiben. Ich hatte das Gefühl, dass er sich die 15 Jahre einfach von der Seele schreiben musste. So ließ ich ihn erstmal schreiben und antwortete nur selten. Dann plötzlich blieben seine Mails aus. Keine Mails mehr, kein Kontakt, einfach nichts; absolute Funkstille. Die besteht bis heute.


Auf meine Mails reagiert er auch nicht.


Mittlerweile bin ich der Überzeugung, dass seine Mails wirklich nur Phantasie waren, auch wenn er seine Schilderungen an Hand von Fotos "beweisen" konnte. Aber wer sagt mir, dass die Fotos keine Fotomontage waren? Mir fiel auch auf, dass die diversen Male auf seinem Körper noch recht frisch sein könnten, aber nie und nimmer 3 Jahre alt sind.


Aber warum erzähle ich Euch das?


Nun, ich glaube zwar, dass es in diesem Fall Phantasie war und er meine Reaktion erfahren wollte, aber ich glaube auch, dass sowas bestimmt vorkommen kann. Das Hauptproblem ist, dass man in diesem Fall nicht vorsichtig genug sein kann. Es hift nichts, einem Freund mitzuteilen, wohin man geht. Erst Recht dann nicht, wenn vorher vereinbart wurde, dass der Treffpunkt nicht der endgültige Ort der Benutzung sein wird. Es nützt auch nichts, die Telefonnummer oder eMail-Adresse des Masters einem Freund mitzuteilen und es nutzt auch nichts, zu vereinbaren, dass man eine Stunde nach Beginn des Dates angerufen werden soll. Kurz gesagt: Alle Sicherheitsmaßnahmen sind vergeblich, denn der Master, der es darauf anlegt, weiß sehr genau, worauf er zu achten hat.


Lasse Vorsicht walten


Wenn sich das, was ein möglicher Master Dir sagt, zu gut anhört, um wahr zu sein, lasse die Finger von ihm. Eine 100 %ige Übereinstimmung zwischen den Vorstellungen des Sklaven und des Masters gibt es einfach nicht. Irgendwo gibt es immer etwas, was den Vorstellungen des Sklaven widerspricht. Ein Master, der sich offensichtlich für Dich verbiegt, sich also Dir anpasst, ist immer mit Vorsicht zu genießen.


Wie Du Dich schützen kannst, um einen möglichst großen Schutz für Dich zu gewährleisten, habe ich im Folgenden mal zusammengestellt. Die Tipps sollen Dir helfen, nicht das durchzumachen, was der Sklave am Anfang dieses Beitrages durchgemacht hat.


Tipp 1: Prüfe seine Angaben


Ein Master, der etwas auf sich hält, hat in der Regel das Bedürfnis, sich irgendwo im Internet zu präsentieren. Entweder mit einer eigenen Webseite oder durch Profile in diversen SM-Plattformen. Scheue Dich nicht, ihn danach zu fragen, damit Du seine Webseite und bzw. oder seine Profile genau studieren kannst. Prüfe auch seine Adresse und Alles, was Du von ihm erfahren kannst. Auch kannst Du viel über ihn erfahren, wenn Du seinen realen Namen z. B. bei google eingibst. Erfährst Du überhaupt nichts, lasse besser die Finger von ihm. Stimmt irgendeine Angabe von ihm nicht: Finger weg!


Tipp 2: Treffe Dich mit einem Kumpel mit dem Master


Wenn es Dir möglich ist, frage einen Freund, ob er Dich beim ersten Treffen mit dem Master begleitet und frage hinterher, was er vom Master hält. Statt eines Freundes kannst Du auch einen Deiner gespeicherten Kontakte in Deinem Profil fragen, ob er Dich begleitet.


Tipp 3: Rescherschiere über den Master


Wenn Du sein Profil kennst, schau es Dir genau an und sieh Dir seine Freundesliste an. Sind dort User aufgeführt, die Du kennst oder mit denen Du schon Kontakt hattest? Frage stichpunktartig 3 oder 4 Kontakte in seiner Freundesliste danach, was sie vom Master halten. Sind die Aussagen durchweg negativ: Finger weg. Sind sie nur positiv: Finger weg. Einen Master mit 100 % positiven Bewertungen kann es nicht geben.


Tipp 4: Nachrichtenverläufe und Telefonnotizen


Wenn es Nachrichten- bzw. Chatverläufe zwischen Dir und dem Master gibt, sende sie einem Freund, damit er weiß, worum es geht. Drucke die Verläufe aus und lege sie leicht auffindbar z. B. auf den Küchentisch. Notiere Dir auch, was Du mit dem Master telefonisch besprochen hast. So kann Dein Freund ggf. Schritte einleiten, wenn Du Dich nicht zum vereinbarten Zeitpunkt meldest. Sollte Deine Wohnung geöffnet werden, wird die Polizei schon bald Deine Notizen auf dem Küchentisch finden und entsprechend reagieren können.


Tipp 5: Niemals ein Treffen, bei dem Dein Leben auf dem Spiel stehen könnte


Auch, wenn die Phantasie und Geilheit stets mitspielt; sei immer realistisch. Vereinbare niemals gleich zum ersten Treffen eine Entführung oder Ähnliches. Vereinbare dann lieber erstmal ein ungezwungenes Date an einem neutralen Ort mit vielen anderen Personen wie z. B. in einem Café. Dort wird der Master höchstwahrscheinlich nicht auf den Gedanken kommen, Dich irgendwohin abzuschleppen.


Unseriöser Master


Zugegeben, mir fiel keine bessere Überschrift ein.

Ein Master, der Dich an irgendwen verkaufen oder abgeben will, der es darauf abgesehen hat, Dir das Leben zu nehmen oder Dich einfach nur gegen Deinen Willen behalten will, wird alles dafür tun, Dein Vertrauen zu bekommen.


Ich habe die Erfahrung gemacht, dass man Vertrauen nicht herbeizwingen kann. Sowas muss von ganz alleine kommen und dabei hilft es mir als Master, so natürlich wie möglich zu wirken.


Ein unseriöser Master hingegen macht auf Dich den Eindruck, dass er Dir etwas vorspielt und Du bekommst das Gefühl, dass mit ihm etwas nicht stimmt oder er Dich anschwindelt. Fällst Du darauf rein, hast Du verloren und hängst an seiner Angel, von der er Dich nicht wieder los lässt.


Er spielt Dir so großes Vertrauen vor, und erwartet es auch von Dir, dass Du nicht anders kannst, als ihm zu vertrauen. Solche Master können Menschen leicht manipulieren. Auch, wenn es Dir widerstrebt, würdest Du solchen Mastern Dein Handy geben, Deine Personalausweis und würdest ihm sogar verraten, wer alles von Deiner Begegnung mit ihm weiß. Solche Master halten sich, wie oben beschrieben, zunächst an Absprachen und von einer Minute zur Nächsten werden alle Vereinbarungen verworfen. Nun bist Du ihm schutzlos ausgeliefert und hast keine Chance mehr, gegen ihn anzukommen. Und weil das noch nicht genug ist, und Du ihm vorher alles erzählt hast, wird er Deine Wohnung betreten und alles, was auf ihn hinweist, vernichten. Notfalls eben auch den Computer. Und da er weiß, wer sonst noch von ihm weiß, wird er bei entsprechender Skrupellosigkeit auch Deinen Freund aufsuchen.


Tja, und schon sind alle Beweise, die auf ihn hindeuten, verschwunden und niemand weiß, wo Du steckst.


Du widerum liegst irgendwo nackt und gefesselt und bist voller Angst. Du hast keine Möglichkeit, Dich bemerkbar zu machen oder zu telefonieren, um um Hilfe zu bitten. Du bist dem Master im wahrsten Sinne des Wortes ausgeliefert. Jeder noch so kleine Widerstand Deinerseits wird sofort im Keim erstickt.


Noch mal: Phantasie oder Realität?


Ich bin mir nach wie vor nicht sicher, ob der eingangs erwähnte Sklave wirklich 15 Jahre seines Lebens in unfreiwilliger Versklavung gelebt hat. Aber er hat mich zum Nachdenken gebracht.


Neben diesem Sklaven habe ich in der Vergangenheit schon einige unrealistisch anmutende Berichte bekommen, Berichte, die ich alle als Phantasie eingestuft habe.


Da erzählt mir ein eMail-Kontakt, dass er 15 Jahre alt ist und schon lange mit SM zu tun hat. Er hat angeblich SM-Praktiken mitgemacht, die definitiv seine Gesundheit zerstören. So erzählte er mir, dass er breitbeinig mit den Füßen nach oben fixiert wurde und einen Trichter in den Arsch gesteckt bekam, durch den dann Reinigungsmittel wie "Domestos" in den Darm geschüttet wurden.


Ein anderer Mailkontakt, angeblich 13 Jahre alt, erzählt mir, dass er jeden Tag von seinem Vater heftig den Arsch versohlt bekommt, und zwar mit dem Rohrstock. Und die Prügel würden erst aufhören, wenn Papa genug hat. Es ist egal, ob der Junge etwas angestellt hat, oder nicht. Dennoch muss er jeden Tag zur Schule.


Ein Weiterer, angeblich 19 Jahre alt, schreibt mir, dass ihm sein Master sämtliche Zähne ohne Betäubung mit einer Kneifzange entfernt hätte und er jetzt keine Zähne mehr hat. Sinn war es, dass der Sklave seinen Master zahnlos zu blasen hätte.


Ein 14-jähriger Junge schrieb mir mal, dass er von einem älteren Mann entführt wurde und ihm und seinen Freunden sexuell zur Verfügung zu stehen hatte. Er wurde angeblich jeden Tag mindestens 10 mal in seinen Arsch gefickt und wäre jetzt inkontinent.


Das sind nur einige Mailkontakte, die ich eindeutig als Phantasie und/oder Fake einstufen kann. Solche Kontakte habe ich in den vergangenen 7 Jahren immer wieder mal. Glücklicherweise sind sie nicht sehr häufig, aber ich frage mich des Öfteren, was in solchen Typen vor sich geht. Das fängt schon damit an, dass ich fast nie glaube, dass sie ihr richtiges Alter angegeben haben.


Zum Schluss möchte ich noch von einem Geschwisterpaar berichten, welches mir nun schon seit 20 Jahren immer wieder ins Gedächtnis kommt.

Da werde ich bei planetromeo von einem Profil angeschrieben. Er war damals laut Profil 18 Jahre alt, offenbarte mir aber im Chat, dass er 17 ist und einen 11-jährigen kleinen Bruder hat. Die beiden würden sich fast jeden Abend miteinander sexuell vergnügen und SM praktizieren. Das bekam dann die allein erziehende Mutter mit, die berufliche Domina ist und die Kinder manchmal mit ins Dominastudio mitgenommen hat. Der größere Bruder war auf der Suche nach einem Master für eine 24/7 Versklavung, was der kleine Bruder natürlich mitbekommen hatte. Im Laufe unseres mehrere Wochen laufenden Chats trat dann ein Master aus Hamburg auf den Plan, der den kleinen Bruder aufnehmen wollte, um ihn zu versklaven. Mama war damit einverstanden und die Geschwister wurden getrennt. Der kleine Bruder ging angeblich nur in einer Hose bekleidet nach Hamburg, nachdem sein hamburger Master eine vollständige Laserenthaarung bezahlt hat. Der kleine Bruder war also bei Versklavungsbeginn absolut haarlos. Dann schien es so, dass auch der ältere Bruder plötzlich einen Master bekommen hat und der Kontakt danach abbrach.


Hier braucht man nicht lange überlegen, ob das ein Fake ist, oder?


Bitte seid vorsichtig, wenn Ihr Euch mit einem Master verabredet, denn das kann auch mal ganz gründlich daneben gehen. Ich schließe mich da zwar mit ein, aber ich denke auch, dass die Bewertungen auf dieser Website jedem zeigen, dass man mir vertrauen kann. Mir ist mein Ruf wichtiger, als irgendwelche komischen Dinge, die mich ggf. in den Knast bringen könnten. Doch eines möchte ich Dir noch sagen: Wenn wir miteinander kommunizieren, lese die Worte und nicht das, was zwischen den Zeilen steht.


 

Anzahl Kommentare: 2

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Eintrag von Sir Heiko am 14.04.2022 um 07:04 Uhr
Der schlimmste Fall
Hallo Michael,
ich habe es mit Absicht etwas düster geschildert. Meine Schilderungen entsprechen den Tatsachen und haben mich nicht nur einmal zu der Überzeugung gebracht, dass es ein Fake ist.
Aber wenn sich jemand schon sowas ausdenkt, um seine Befriedigung zu erhalten, ist es dann so unwahrscheinlich, dass sowas nicht vorkommen kann?
Deshalb habe ich ja auch ein paar Tipps gegeben, wie man sich zumindest zum Großteil schützen kann. Ein gewisses Restrisiko wird jedoch immer bleiben.

Eintrag von Michael am 13.04.2022 um 17:33 Uhr
etwas düster
Also ich finde das in teilen etwas düster gezeichnet, aber das könnte der schlimmste Fall sein.
Wobei hier an einer anderen Stelle ja jemand schon was schrieb, ein gefährliches Treffen gehabt zu haben, wo er mit Glück entkommen konnte.
Vorsicht sollte immer das oberste Gebot sein, gerade in dieser Zeit.