Mein Blog im domicil6

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Eintrag vom 24.03.2022 um 09:07 Uhr

GMX, Freemail und Yahoo und die Mailzustellung

Aus gegebenem und aktuellen Anlass möchte ich heute über Schwierigkeiten mit Mailpostfächern bei gmx und Weiteren informieren.


Mir sind erstmalig Probleme mit Empfängern eines gmx-Kontos bereits im vergangenen Jahr 2021 aufgefallen. Sporadisch und nicht nachvollziehbar kommen Mails von domicil6 nicht beim Empfänger an.


Dieses Problem betraf zunächst nur sehr wenige Empfänger und ich habe dem keine große Bedeutung beigemessen, weil die Mails von einem meiner anderen Mailkonten beim gmx-Empfänger problemlos ankamen. Ich setzte mich mit meinem Webseiten-Provider in Verbindung, damit er kontrollieren kann, ob die IP-Adresse meines Mailservers irgendwo in einem Spamfilter steckt. Mein Provider hat sich umgehend darum gekümmert und bereits eine Woche später waren die Probleme behoben.


Doch Anfang dieses Jahres begannen die Probleme erneut. Wieder wurden zunächst einige Mails an einen Empfänger mit einem gmx-Konto nicht zugestellt. Das sollte dieses Mal aber nicht so bleiben. Immer wieder erhielt ich Mails von Absendern mit einem gmx-Konto, dass er noch keine Mail von mir bekommen hat und zugleich die Frage, ob seine Mail bei mir angekommen ist. Mehrfach habe ich innerhalb von 24 Stunden darauf geantwortet. Meine Mails von domicil6.de wurden ganz normal zugestellt aber die Mails kamen beim Empfänger nicht an. Dieses mal half es auch nichts, eine Mail von meiner privaten eMail an gmx zu senden. Die Mails kommen einfach nicht an. Ich habe wiedereinmal meinen Webseiten-Provider in Verdacht. Zu Unrecht, wie sich herausstellen sollte.


Im März dann häuften sich die negativen Äußerungen von gmx-Kunden, dass eMails anscheinend von gmx selbst unterschlagen oder einfach gelöscht werden. Die Empfänger erhalten die Mails dann logischerweise nicht in ihrem Posteingang.


Dann erstellte ich mir testweise selbst eine gmx-Mailadresse und sendete einige Mails an mein gmx-Konto. Und was soll ich sagen? Am ersten Tag kamen alle von mir gesendeten Mails an, aber dann ...


Am Tag 2 kamen von 10 Mails nur noch 7 an, am Tag 3 nur noch 3 von 10 und am Tag 4 sogar nur noch eine von 10 Mails.


Weder ich als Absender wurde darüber informiert, dass meine Mail nicht zugestellt wurde, noch ich als Empfänger erhielt eine Nachricht von gmx. Der Spam-Ordner bei gmx war zu diesem Zeitpunkt, nach 4 Tagen, mit über 100 Spam-Mails gefüllt, aber keine einzige von mir selbst.


Auch der Posteingang meines gmx-Kontos wurde mit Mails gefüllt, deren Absender mir völlig unbekannt waren. Ich hatte meine gmx-Mailadresse nirgendwo angegeben, so dass der Posteingang und Spam-Ordner eigentlich leer sein müsste. Und ganz kurios: ich fand in meinem Posteingang sogar Mails, die definitiv nicht für mich bestimmt sind, teils sehr private Mails. Eine Anfrage beim gmx-Support blieb auch nach 3 Wochen unbeantwortet.


Mittlerweile scheint sich das Problem nicht zugestellter eMails auf freenet auszuweiten, denn mittlerweile erhalte ich auch von Absendern mit einem freemail-Postfach Mails mit der Frage, warum ich denn nicht antworte.


Ignoranz bei GMX


Mittlerweile sind mir locker 50 Mailkonten bei gmx bekannt, die keine Mails erhalten oder bei denen Mails von gmx einfach kommentarlos gelöscht werden. Alle diese 50 Empfänger haben sich bei gmx über deren Praktik beklagt. Doch keiner dieser 50 GMX-Kunden erhielt eine Antwort. Das nenne ich mal "kompetenter Support".


Dieses Problem betrifft leider auch GMX-Kunden, die monatlich oder jährlich an GMX bezahlen. Doch auch diese Kunden werden einfach ignoriert.


Schaden durch GMX?


GMX ist mittlerweile so weit verbreitet, wie kaum ein anderer Anbieter kostenloser eMail-Konten. Viele GMX-Kunden haben sogar nur dieses eine Mailkonto. Ich habe sowohl beruflich als auch mit dem domicil6 täglich mit GMX-Kunden zu tun. Wenn die GMX-Kunden nun keine Mails erhalten, in denen definitiv kein Spam enthalten ist, sondern Anhänge als Angebote, Rechnung usw., schaue ich mit dem domicil6 möglicherweise in die Röhre, wenn Rechnungen nicht bezahlt oder Angebote nicht akzeptiert werden. Mir sind alleine in diesem Jahr durch die ungenügende Zuverlässigkeit bei GMX über 1500 Euro durch die Lappen gegangen. Dem domicil6 ist also wegen GMX ein nicht gerade kleiner Schaden entstanden, den ich nur zu gerne von GMX erstattet bekommen hätte.


Ich muss wohl nicht erwähnen, dass GMX alle Schuld von sich weist und nicht bereit ist, den Schaden zu bezahlen?


Mir bleibt nichts Anderes übrig, als ausgestellte Rechnungen zu stornieren.


nie wieder GMX


Nach meinem Test mit meinem eigenen GMX-Konto und dem entsprechend schlechten Ergebnis, habe ich mein GMX-Mailkonto wieder gelöscht. Für mich bedeutet das, dass ich keine Mails mehr an gmx.de, gmx.net oder freemail senden werde. Wenn 9 von 10 Mails nicht zugestellt werden, hat jeglicher Kontakt mit Absendern dieser Provider keinen Sinn.


Leider betrifft das Problem nicht zugestellter Mails noch einen weiteren Mailanbieter; nämlich yahoo. Egal, ob yahoo.de, yahoo.com oder yahoo.net, es ist überall das Selbe. Mails an diese Anbieter werden nicht oder nur sporadisch zugestellt.


Wer definitiv Kontakt zum domicil6 sucht, dem steht natürlich weiterhin das Kontaktformular auf dieser Webseite zur Verfügung. Doch wer auch eine Antwort von mir möchte, sollte den Versuch unterlassen, von gmx, freemail oder yahoo zu schreiben.


Eine eigene brauchbare Mailadresse?


Wer seinen Internetzugang bei z. B. vodafone, Telekom oder 1und1 hat, hat in der Regel von diesen Providern eine eMail-Adresse erhalten. Diese eMail-Adresse ist garantiert voll funktionsfähig und Mails dorthin werden definitiv nicht kommentarlos gelöscht, sondern in den Spam-Ordner abgelegt. Eine weitere und kostengünstige Möglichkeit ist, eine Mailadresse bei einem providerunabhängigen Mailanbieter wie z. B. mailbox.org oder posteo einzurichten. Diese Provider nehmen für das Mailkonto einen kleinen, sehr überschaubaren Obolus von 1,00 Euro bis ca. 2,00 Euro im Monat. Der Betrag muss in der Regel einmal im Jahr bezahlt werden.


Wer es etwas komfortabler möchte, hat auch die Möglichkeit, sich sogenannten Webspace mit eigener Domain und mehreren frei definierbaren Mailkonten zuzulegen. Mit einem solchen Webspace stehen Dir nicht nur ca. 100 eMail-Adressen zur Verfügung, sondern auch ausreichend Platz für die eigene Homepage. Auch, wer sich nicht mit der Entwicklung einer eigenen Homepage auskennt, kann sich sehr einfach seine Webseite erstellen, um sich selbst z. B. vorzustellen, ähnlich einem Profil bei romeo oder lederstolz, nur eben viel viel ausführlicher. Ganz schnell ist so eine Webseite mit MS-Word erstellt. Hier einfach das Aussehen Deiner Webseite festlegen und als HTML-Datei speichern. Die HTML-Datei muss dann nur noch auf den Speicherplatz Deiner Webseite hochgeladen werden und fertig. Bevor es jetzt Kommentare hagelt; mir ist durchaus klar, dass Webseiten, die mit Word erstellt wurden, aufgebläht und nicht immer mit allen Browsern kompatibel sind. Deshalb rate ich auch nicht zu MS-Word, sondern habe lediglich eine einfache Möglichkeit aufgezeigt.

Und das Beste ist, dass ein solcher Webspace bereits für ca. 20 Euro im Jahr zu haben ist. Beliebte Anbieter sind z. B. strato oder all-inclusive-webspace. Einfach mal rein schauen.


angesprochene Links in diesem Beitrag


(Ich erhalte keine Prämie o. Ä. beim Anklicken der folgenden Links.)


Kontaktformular

All-inclusive-Webspace

GMX

Strato




 

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Eintrag von Sir Heiko am 28.03.2022 um 09:17 Uhr
Neueste Infos von 1und1
So, langsam scheint sich aufzuklären, warum es Mailprobleme mit gmx usw. gibt.
Freemail, gmx, web.de, sowie 1und1 haben Anfang dieses Jahres ihren Spamfilter ristriktiver gestaltet. Erkennt der Spamfilter, dass vermehrt Mails von einer IP-Adresse gesendet werden, hält der Spamfilter die Mails zurück und legt sie in eine Warteschlange ab. Die Warteschlange wird dann abgearbeitet, wenn das allgemeine Mailaufkommen geringer ist, als der Durchschnitt. So kann es passieren, dass sich Mails, die eine Woche alt sind, in der Warteschlange liegen und dann verspätet zugestellt werden.
Und genau darin liegt das Problem. Wurden in der Vergangenheit von example.com täglich gerade mal 5 Mails gesendet und plötzlich sind es 10 oder 15 Mails, erkennt der Spamfilter eine Steigerung von mehr als 100 % Mailaufkommen von example.com. Also werden die Mails von example.com erst einmal in die Warteschlange verschoben, damit andere Mails, deren Aufkommen sich nicht erhöht hat, vorrangig zugestellt werden können.
Im Falle von domicil6.de ist genau das eingetreten. Da web.de, gmx und freenet alle zum Konzern von 1und1 gehören, hat der Spamfilter bei mir zugeschlagen.
Während ich an freenet im Jahr gerade mal 10 Mails, an web.de etwa 50 und an gmx.de etwa 200 Mails gesendet habe, fiel das bis letztes Jahr nicht auf. Also an 1und1-Konzern im Jahr vielleicht 260 Mails über das ganze Jahr verteilt. In diesem Jahr war es dann anders. An freenet habe ich schon jetzt, im ersten Quartal 50, an web.de 3 und an gmx über 500 Mails gesendet, insgesamt also 553 Mails. Das ergibt eine Erhöhung meines Mailaufkommens von mehr als 100 %. Fazit: Ab in den Spamfilter und von dort aus in die Warteschlange.
Wann die Mails aus der Warteschlange zum Empfänger gelangen, weiß nur 1und1. Von 1und1 habe ich die Information erhalten, dass Mails, die vom Spamfilter in die Warteschlange verschoben wurden, dort maximal 10 Tage verbleiben und dann gelöscht werden.
Problem bleibt weiterhin: Weder der Empfänger noch der Absender werden über den Verbleib der Mail informiert.
Ob und in wie weit der 1und1 Konzern willig ist, den Spamfilter etwas zu lockern, steht in den Sternen.

Eintrag von Sklave Daniel am 26.03.2022 um 15:11 Uhr
Selbst Schuld
Wer so einen Quatsch schreibt, gehört auch auf alle Spammer-Listen, damit unsereiner von so einem Mist verschont bleibt.