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Eintrag vom 18.03.2022 um 13:22 Uhr

Was ist mit den Gay-Sklaven los?

Wenn ich mich auf diversen Plattformen wie romeo, lederstolz, sadomasochat, usenet oder im Joyclub herumtreibe und nach augenscheinlich brauchbaren Sklaven Ausschau halte, fällt mir immer wieder etwas mehr oder weniger Unangenehmes auf.


Die Meisten Subs, Masos und Sklaven bezeichnen sich selbst ziemlich erniedrigend. Es geht wohl der Glaube um, dass man sich in einem möglichst schlechten Licht darstellen muss, wenn man einen Master finden will.


Selbstbezeichnungen wie:


  • Drecksau

  • Dreckschwein

  • Dreckstute

  • Nutzsau

  • Foltervieh

  • Dummes Sklavenvieh

  • Sklavenvieh

  • Schwanzlutscher

  • hirnloses Fickobjekt

  • Arschloch

  • alter abgewrackter Sklave

  • Sklavensau

  • wertlos

  • Arbeitsesel
  • und so weiter



sind keine Seltenheit. Tja, und die Profiltexte, sofern überhaupt vorhanden, bestärken diesen schlechten Eindruck noch.


Das ist aber nichts, was mir erst kürzlich aufgefallen ist. Nein, solche Selbstbezeichnungen begegnen mir schon, so lange ich denken kann.


Mal im Ernst, würdet Ihr Euch bei einem Master bewerben, der sich selbst als Mastersau bezeichnet?


Geht es nicht auch anders?


Ich habe eine innere Abneigung von Sklaven, die sich selbst so weit schlecht machen, dass man glauben könnte, dahinter steckt kein Mensch mehr, sondern ein Einzeller oder eine Amöbe. Ich vergleiche eine Bewerbung für eine Sklavenstelle nur zu gerne mit einer Bewerbung auf einen Job. Niemand würde sich mit den Worten

"Ich kann nichts, habe nichts, bin nichts und niemand, bin aber für den Job genau der Richtige, weil ich gerne nackt herumlaufe und mich jederzeit ficken lasse."


Wenn Du damit einen Job bekommst, hast Du Dich wohl in einem Puff beworben. :-)


Wenn Du als Sub, Maso oder Sklave wirklich bald eine freie Sklavenstelle besetzen willst, wirst Du mit diesem Beispiel kaum eine Chance haben. Okay, vielleicht für ein paar Stunden oder Tage, aber sich damit auf eine Dauerversklavung zu bewerben, wird nichts.


Ich bin der Meinung, dass man sich für eine Bewerbung auf eine Sklavenstelle genau so viel Mühe geben sollte, wie auf die freie Stelle eines neuen Job. Leider haben das fast alle Sklavenanwärter anscheinend nicht nötig.


Anschreiben wie "Ich bewerbe mich auf die freie Sklavenstelle. Wann kann ich kommen?" sind ja wohl definitiv keine Bewerbung. Und die Frage ist auch überflüssig, denn wann Du kommen kannst, wirst Du selbst am Besten wissen.


Ich würde mich über eine Bewerbung als Sklave so richtig freuen, wenn sie aussagekräftig ist, doch sowas habe ich in fast 25 Jahren nicht einmal 5 mal gesehen. Ich habe mal exemplarisch eine Sklavenbewerbung aus meinem Mailarchiv herausgesucht, die ich recht gut fand. Dieses Beispiel einer Sklavenbewerbung ist mittlerweile 13 Jahre alt und seit dem habe ich keine so schöne und aussagekräftige Bewerbung mehr lesen dürfen.



Verehrter Master,


ich habe Ihr Sklavengesuch vom 15. Juni 2009 bei Gayromeo gefunden. Sie haben darum gebeten, sich per e-Mail bei Ihnen zu bewerben. Mit diesem Anschreiben bewerbe ich mich auf die angebotene Sklavenstelle als 24/7 Haussklave.


Mein Name ist Ronald Banischewsky und ich bin am 28.02.1990 geboren. Zur Zeit lebe ich in einem Nachbarort von Essen mit 19000 Einwohnern.. Beruflich habe ich zur Zeit keine feste Arbeitsstelle und erhalte monatlich ALG2. Ich besitze den Realabschluss mit einem Notendurchschnitt von 2,4.


Ich bin 1,79 Meter groß und wiege 72 Kilo, auf Brust, Bauch und im Genitalbereich bin ich blank rasiert. Natürlich kann die Entfernung meiner Körperbehaarung beliebig erweitert werden.


In einem Abendlehrgang habe ich die wichtigsten Tätigkeiten erlernt, die zur Führung des Haushaltes benötigt werden. Das Kochen der Mahlzeiten macht mir viel Spaß und es fällt mir leicht, mediterrane Mahlzeiten, deutsche bürgerliche Kost oder thailindische Speisen zuzubereiten. Am Liebsten jedoch koche ich gutbürgerlich und italienisch. Putzarbeiten erledige ich mit Elan, weil ich es gerne sauber mag. In meiner Wohnung können Sie buchstäblich vom Fußboden essen.


Ob putzen, Geschirr spülen oder Wäschepflege; es bereitet mir Freude und ich bin zufrieden, wenn Sie mit meiner Arbeit zufrieden sind.


Auf Ihrem Profil bei Gayromeo konnte ich lesen, dass Sie einen Sklaven mit Führerschein bevorzugen. Ich bin im Besitz einer Fahrerlaubnis für PKW mit Anhänger bis 7,5 Tonnen und außerdem bin ich befähigt, einen LKW mit Anhänger bis 16 Tonnen zu fahren. Für meine Wege außer Haus steht mir ein alter Mercedes zur Verfügung, der bereits 20 Jahre alt ist.


Weiter entnahm ich Ihrem Profil, dass Sie es nicht mögen, wenn Ihnen ein Neigungsbogen gesendet wird. Dennoch möchte ich Ihnen nunmehr meine favorisierten Sexpraktiken, sowie meine Tabus benennen:


Ficken: Ich ficke aktiv und lasse mich jederzeit ficken.

Maulfick: Wann immer Sie wollen, ficken Sie mich in den Mund. Ich schlucke Ihr Sperma bedenkenlos.

Tittentrim: Dafür bin ich am Liebsten 24 Stunden am Tag zu haben, auch wenn ich weiß, dass das nicht möglich ist.

Auspeitschung/Spanking: Seien Sie nicht enttäuscht, aber dafür bin ich normalerweise nicht zu haben. Wenn es jedoch im Rahmen einer eventuellen Bestrafung geschieht, werde ich mich fügen.

Abmelkung: Ich lasse mich sehr gerne mehrmals am Tag abmelken. Zur Zeit bin ich täglich etwa 5 mal am wichsen.

Strom, KV, NS: diese drei Praktiken zähle ich eindeutig zu meinen Tabus.


Verehrter Master, ich hoffe, Sie ziehen mich in die engere Wahl. Ich möchte meine Versklavung baldmöglichst antreten. Mit einer Vorlaufzeit von 4 Wochen könnte ich meine Versklavung bei Ihnen beginnen.


Damit Sie mich in Erinnerung behalten, sende ich Ihnen in der Anlage ein Gesichtsfoto, meinen Führerschein sowie meinen Lebenslauf und die Teilnahmebescheinigung des angesprochenen Abendlehrganges mit.


In Erwartung auf eine Antwort verbleibe ich

mit achtungsvollen Grüßen

Ihr Sklavenanwärter Ronald


Wie gesagt, eine solch ausführliche und der Stelle als Haushaltssklave zugeschnittene Sklavenbewerbung habe ich schon ewig nicht mehr bekommen.



Auch präsentieren sich die Subs, egal, ob männlich oder weiblich, im bestmöglichen Licht, um sich interessant zu machen. Warum gelingt das nur selten bei homosexuellen Subs?


Es gibt noch einen, wie ich meine, sehr großen Unterschied zwischen homosexuellen und heterosexuellen Sklavenanwärtern. Es ist der Umgang miteinander. Während sich Chats unter homosexuellen Sklaven und Mastern fast immer um sexuelle Handlungen handeln, sind die Inhalte unter heterosexuellen Tops und Subs fast immer allgemeiner Natur. Auch sind Beleidigungen unter Homosexuellen schon fast an der Tagesordnung, während sie bei heterosexuellen Chatpartnern die absolute Ausnahme bleiben.


 

Anzahl Kommentare: 3

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Eintrag von Sklave Daniel am 26.03.2022 um 15:18 Uhr
Kaum noch auszuhalten
Dieses Gejammer und meckern über Sklaven ist ja nicht mehr auszuhalten!
Ich lasse mir doch nicht vorschreiben, wie und als was ich mich zu bezeichnen habe! Das ist immer noch meine Sache!

Und wenn ich hirnlose Amöbe keine Sklavenstelle bei diesem Sir Heiko besetzen kann, habe ich damit kein Problem. Es gibt genug andere Master, bei denen ich mich bewerben könnte, wenn ich denn wollte.

Eintrag von Paul am 21.03.2022 um 10:53 Uhr
Und ich habe immer geglaubt, ...
dass es an den Mastern liegt. Ich suche schon seit mehreren Jahren nach einem Master im Raum Baden-Württemberg und habe nie einen gefunden, der mich aufnimmt.
Dieser Beitrag von Sir Heiko brachte mich zum Nachdenken. Wenn ich einen Master angeschrieben habe, um mich von ihm versklaven zu lassen, dachte ich immer, es kommt darauf an, was ich an bevorzugten Praktiken habe und welche Tabus ich besitze. Jetzt dämmert es mir, warum ich fast nie eine Antwort bekommen habe oder, wenn überhaupt, sowas wie "Passt nicht".
Nun fällt mir auf, dass ich nie auf ein Sklavengesuch direkt eingegangen bin, sondern immer an mich selbst gedacht habe.

Was Stefan schreibt, nämlich dass eine Art Lehrgang für Bewerbungen sinnvoll ist, finde ich gut. Genauso, wie die Sklavengesuche unterschiedlich sind, müssen wohl auch die Sklavenbewerbungen unterschiedlich sein.

Kann man denn so ein Training im domicil6 bekommen?

Eintrag von Stefan am 18.03.2022 um 17:36 Uhr
Sie haben leider Recht...
Lieber Sir Heiko,
nach eingehender Überlegung muss ich zustimmen. Wir Sklaven machen wohl hinsichtlich möglicher Bewerbungen manches ziemlich falsch... Eine spezielle Einschulung für Sklaven und solche Gays und Bis, die es werden wollen, wäre durchaus hilfreich..
LG, dismal ein Freund aus der Ferne...