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Eintrag vom 10.03.2022 um 12:05 Uhr

Wo ist mein Sub oder: die Standortkontrolle

Einen Sklaven zu überwachen, um festzustellen, wo er sich gerade herumtreibt, ist heutzutage gar nicht so schwer.


Die Einfachste, aber nicht kostengünstigste Möglichkeit ist die sogenannte Standortfreigabe, die es z. B. auf Apples iPhone gibt.


Bei dieser Möglichkeit müssen Top und Sub ein iPhone besitzen und der Sub muss die zeitlich unbegrenzte Standortfreigabe in den Einstellungen aktivieren. Dann braucht der Top nur noch die Apple-ID und kann den Sub in der mitgelieferten App "WoIst" eintragen und sofort den ständigen Standort des Sub feststellen. Nachteil ist, dass der Sub sein iPhone ständig mit sich führen muss und jederzeit die Standortfreigabe deaktivieren kann. In beiden Fällen ist eine lückenlose Standortkontrolle nicht mehr möglich.


Auch genügt es, dass Sub sein iPhone ausschaltet oder einfach die SIM-Karte in ein anderes Smartphone steckt und schwupp, keine Standortkontrolle mehr.


Dennoch ist diese Möglichkeit einfach und schnell eingerichtet, wenn sowohl Top als auch Sub ein iPhone und eine apple-ID besitzen.


Halsband mit GPS?


Es gibt in diversen Onlineshops Halsbänder mit integriertem GPS-Modul zu kaufen. Diese Halsbänder sind normalerweise für das Haustier (Hund oder Katze) gedacht und auch nur dafür erlaubt. Die Kontrolle des eigenen oder fremden Kindes oder des Sklaven ist damit jedoch verboten. Doch wie es nun mal so ist; wo kein Kläger, da kein Richter. Und so werden solche Halsbänder auch gerne im BDSM-Bereich zum Einsatz kommen.


Nun müssen wir uns zwei unterschiedliche Halsbänder betrachten, die stellvertretend für alle Halsbänder stehen.

Wir müssen nämlich im Besonderen die ins Halsband integrierten GPS-Module ansehen. Es gibt sie nämlich mit und ohne SIM-Karte.


Wenn ich von SIM-Karte rede, meine ich damit nicht nur die kleinen Plastikkarten, die ins Smartphone gesteckt werden, sondern auch die elektronischen SIM-Karten, die sog. e-SIM.


GPS-Modul ohne SIM


Solche GPS-Module speichern in regelmäßigen Abständen die aktuelle GPS-Position auf den Speicher des GPS-Moduls. Der Speicher kann dann zu einem späteren Zeitpunkt ausgelesen und die zurückgelegte Strecke auf einer Karte dargestellt werden. Dies hat u. U. den Nachteil, dass Sub erst wieder beim Top sein muss, damit der Speicher ausgelesen werden kann.


Der Vorteil solcher GPS-Module liegt eindeutig im relativ geringen Stromverbrauch. Ein voll aufgeladener Akku hält durchaus mehrere Tage bis hin zu einer Woche. Auch sind solche GPS-Module recht klein und fallen am Halsband gar nicht oder nur sehr wenig auf.


GPS-Modul mit SIM


Es gibt sie sowohl mit Plastik-SIM als auch mit e-SIM. Der Einsatz solcher GPS-Module birgt weitere Kosten für den notwendigen Mobilfunkanschluss. Ohne Mobilfunk läuft hier gar nichts. Diese Module senden selbstständig in regelmäßigen Abständen die gespeicherten Positionen an ein Smartphone als SMS. Allerdings besitzt ein solches GPS-Modul eine eigene Telefonnummer, die angerufen werden kann. So ist es auch möglich, die zuletzt gespeicherten Daten des GPS-Moduls per Telefonanruf abzufragen und sich als SMS oder MMS senden zu lassen. Es gibt auch GPS-Module, die bei Anruf die gespeicherten Positionsdaten als eMail an eine bestimmte, zuvor festgelegte, Mailadresse senden. Es dürfte wohl einleuchten, dass solche 'Funktionen mit jedem Anruf des GPS-Modules Geld kosten. Es sei denn, man hat sich einen entsprechenden Tarif zugelegt, mit dem das Senden von SMS oder MMS kostenlos ist.


Der Vorteil ist, dass nahezu jederzeit die aktuelle Position abgefragt werden kann, auch wenn Sub noch unterwegs ist.


Nachteil ist allerdings der relativ hohe Stromverbrauch. Häufig hält der integrierte Akku nur wenige Stunden. Außerdem entstehen weitere Kosten für Mobilfunk.


externe Dienstleister


Nach dem in den vergangenen Jahrzehnten der Autodiebstal immer mehr um sich griff, haben findige Dienstleister eine Möglichkeit entwickelt, gestohlene Autos mit Hilfe von GPS aufzufinden und zu verfolgen. Sie stellen ihren Kunden eine Webseite zur Verfügung, auf der sie im Bedarfsfall das zu ihrem Fahrzeug gehörende GPS-Modul abfragen können. Nun könnte man meinen, was mit Autos geht, geht auch mit meinem Sklaven. Doch weit gefehlt. Zum Einen handelt es sich um GPS-Module, die fest ins Fahrzeug eingebaut und mit Strom versorgt werden, zum Anderen sind diese GPS-Module recht groß. Deshalb kommen solche Module für einen Sub oder Sklaven nicht in Betracht, oder möchte/muss Sub ständig ein Pack Batterien mit sich führen, um 12 V Leistung zu gewährleisten?


Der Vorteil eines externen Dienstleisters dürfte allerdings sein, dass die Positionsangaben ziemlich genau sind, teils bis auf 5 Meter genau. Aber dafür muss man auch tief in die Tasche greifen.


GPS unter die Haut?


Heutzutage ist Vieles möglich, aber es wird nur wenig umgesetzt.


Das kleinste GPS-Modul der Welt ist gerade mal 3 mm groß. Es würde sich mit einer Höhe von weniger als 3 mm sogar dazu eignen, unter die Haut gepflanzt zu werden. Ein kleiner Schnitt in die Haut, Modul einsetzen und fixieren und Wunde wieder verschließen. Nach wenigen Wochen ist von der Narbe nichts mehr zu sehen. Netter Gedanke, nicht wahr?


Ich muss Deine Gedanken an dieser Stelle leider bremsen. Was ist mit der notwendigen Stromversorgung? Wie kann ein notwendiger Akku aufgeladen werden? Wie kommst Du an die Daten? Und noch viele weitere Fragen bestehen, die geklärt werden müssen.


Solche kleinen GPS-Module werden bereits in Smartphones eingebaut, um die aktuelle Position zu ermitteln. Die Stromversorgung erfolgt über den Akku des Smartphones. Alles Gut und Schön, aber das GPS-Modul alleine kann keine Daten vom Satelliten empfangen, es braucht dafür eine Empfangsantenne und die ist auch bei Smartphones schon mal 20 cm lang oder länger. Dann wird noch ein Speicher benötigt, um die aktuellen Positionen zu speichern und eventuell noch eine e-SIM.

Tja, und wenn wir alles mal zusammenrechnen und uns theoretisch zusammenbauen, würde so ein GPS-Modul, welches ein Sub tragen soll, dann doch etwa 3 cm lang, 1,5 cm breit und 0,5 cm dick sein. Natürlich mit Antenne, Akku, e-SIM und das GPS-Empfangsmodul. Im Prinzip also voll funktionstüchtig. Auch das Aufladen des kleinen Akkus, der bis zu 5 Stunden Strom liefern könnte, wäre dank kabellosen Laden auch kein Problem.


Und warum kann man sowas nirgendwo kaufen?

Wahrscheinlich würden die Produktionskosten in keinem Verhältnis zu möglichen Abnahmezahlen stehen. Grundsätzlich kann man sagen: je kleiner die Geräte, um so teurer sind sie. Mit einem solch kleinen GPS-Modul mit Allem drum und dran würde man wohl auf Produktionskosten von mehreren 100 Euro kommen. Und wer kauft ein solch kleines GPS-Modul dann für einen Preis von 250 bis 450 Euro?


Fazit


Auch, wenn moderne Technik und stetige Weiterentwicklungen Vieles möglich machen würden, dürfte der Preis unverhältnismäßig hoch sein. Deshalb werden solche GPS-Module lieber etwas größer gebaut, um Kosten zu sparen. GPS-Module an einem Halsband sind schon für relativ wenig Geld zu bekommen, aber eben nur für 4-beinige Haustiere zugelassen. Die Alternative ist die Standortfreigabe, wie sie z. B. im iPhone integriert ist. Ich glaube, im Android-Betriebssystem ist etwas Ähnliches integriert, kann ich aber mangels entsprechendem Smartphone nicht sagen.


Auch, wenn Halsbänder nur für Haustiere zugelassen sind, wird sich ein BDSM-Master nicht scheuen, solche Halsbänder für den Sub zuzulegen. Mit ein bisschen Bastelarbeit können die Halsbänder auch mit einem Schloss versehen werden. Und wenn auf der Innenseite des Halsbandes ein dünner Blechstreifen eingesetzt wird, kann Dieser als zusätzliche Antenne genutzt werden und verhindert, das Sub das Halsband einfach durchtrennt und sich des Halsbandes entledigt.


 

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Eintrag von Sir Heiko am 10.03.2022 um 18:32 Uhr
Airtag
Richtig, der Air Tag von Apple ist eine weitere Möglichkeit, den Sub zu orten.
Der hat sogar den Vorteil, dass Sub selbst kein iPhone benötigt. Und das Beste: der Air Tag kann sogar im Arsch des Sub geortet werden, wenn er unterwegs ist und einen abschließbaren Plug trägt. ;-)

Oh ja, der Air Tag bietet so einige Möglichkeiten.

Eintrag von Andreas am 10.03.2022 um 14:07 Uhr
AirTag
Eine weitere Möglichkeit wäre ein Apple AirTag, der auf dem iPhone des Masters registriert ist. Vorteil: das Problem mit dem Akku ist gelöst. Nachteil: keine lückenloses Tracking möglich, nur wenn andere iPohnes in der Nähe sind.
Mit dem Secure Holder kann der Sklave den AirTag auch nicht so leicht entfernen.