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Eintrag vom 08.03.2022 um 08:32 Uhr

Spanking oder Auspeitschung?

Heute möchte ich mal ein paar Worte zu den Themen "Auspeitschung" und "Spanking" los werden. Aber bevor ich beginne, möchte ich die beiden Begriffe aus meiner Sicht definieren, weil mir immer wieder auffällt, dass beide Begriffe durcheinander gebracht oder gar gleichgesetzt werden.


Wie immer; die Begriffserklärungen sind keinesfalls allgemeingültig, sondern stellen meine ganz persönliche Sicht dar.


Spanking ist nicht gleich Auspeitschung!


Spanking


Beim Spanking kommt es darauf an, dem Sub/Maso leichte bis mittelschwere Schmerzen mit unterschiedlichen Schlaginstrumenten zu versetzen, um dem Maso das Gefühl aufkommender Geilheit zu geben. Spanking kann als Vorspiel einer lustvollen Session dienen und treibt viele Subs und Masos in Exthase.


Spanking ist Teil einer Session oder eine eigenständige Session. Es dient keineswegs dazu, dem Maso seine Grenzen aufzuzeigen.


Die Wahl der Schlaginstrumente wie z. B. Paddel für den Arsch oder Flogger für Schulter und Rücken dient in der Hauptsache zum Aufwärmen des Körpers und fördert die Durchblutung. Danach können dann schmerzhaftere Instrumente wie eine Peitsche oder die Gerte eingesetzt werden. Peitschen mit flauschigem Charakter dienen weiterhin der Luststeigerung, während z. B. die Reitgerte den Maso während seines Kopfkinos zum Höhepunkt treiben kann.


Ein Spanking dauert dabei selten länger als eine Stunde, denn danach ist der Maso psychisch über seinen Höhepunkt hinaus gekommen.


Auspeitschung


Während es beim Spanking auf Luststeigerung ankommt, dient eine Auspeitschung dazu, dem Maso die Lust auszutreiben oder ihn zu bestrafen. Egal, welcher Grund auch zu einer Auspeitschung geführt hat, sie ist keineswegs zwingend luststeigernd und mit moderaten Schmerzen behaftet.


Eine Auspeitschung tut vom ersten Schlag an weh, was auch darauf zurück zu führen ist, dass auf eine Aufwärmphase bewusst verzichtet wird.


Eine Auspeitschung dient normalerweise der Bestrafung, aber es gibt viele Masos, die bei einer Auspeitschung erst geil werden und Befriedigung empfinden. Dem Sado kommt es jedoch nicht auf die körperliche oder psychische Befriedigung des Maso an.


Eine Auspeitschung soll dem Maso dessen Grenzen aufzeigen und ggf. darüber hinaus gehen.


Auch die Wahl der Schlaginstrumente beschränkt sich nicht auf luststeigernde Instrumente, sondern es werden auch Instrumente verwendet, die dem Maso Striemen verabreichen. Diese Striemen können durchaus bis zu 10 Tage oder ggf. länger zu sehen sein.


Darreichungsform


Nun habe ich erst einmal die beiden Begriffe definiert, wie ich sie empfinde.


Die Darreichungsform ist bei Spanking und Auspeitschung unterschiedlich. Wäre dem nicht so, könnte man tatsächlich beide "Spielarten" in eine Schublade stecken und in ihrer Bedeutung gleich setzen. Allerdings wäre dieser Beitrag dann überflüssig.


Während beim Spanking die Schläge recht moderat in der Stärke, Geschwindigkeit und Häufigkeit verabreicht werden, werden sie bei einer Auspeitschung recht heftig ausgeteilt. Nicht nur die Härte der Hiebe, sondern auch die Geschwindigkeit und Häufigkeit ist um ein Vielfaches höher.


Bei einer Auspeitschung werden mal mehrere Hiebe ohne Pause in harter Form gegeben, mal gibt es kurze Pausen zwischen den Hieben. Auch die Stärke der Hiebe variiert dabei zwangsläufig und natürlich auch die Häufigkeit.


Eine Session Auspeitschung


Eine Auspeitsch-Session kann in zwei möglichen Varianten ablaufen ...


Variante 1:

In dieser Variante wird lediglich ein Zeitfenster vereinbart wie z. B. 2 Stunden. In diesem Zeitfenster werden Dir so viele starke bis sehr starke Hiebe mit beliebigen Schlaginstrumenten verabreicht. Je nach dem, was Du verträgst, können in diesem Zeitfenster zwischen 100 und 500 Hiebe auf Deinen Körper treffen.


Variante 2:

Bei dieser Variante wird eine Anzahl an Schlägen vereinbart, die Du auf Deinem Körper spüren wirst. Dabei ist es egal, ob die Verabreichung 30 Minuten dauert oder mehrere Stunden.


Eines haben beide Varianten gemeinsam; nämlich die Tatsache, dass Dein Körper hinterher gezeichnet sein wird. Außerdem wird es nach jeweils der Hälfte der Zeit oder Hiebe (je nach Variante) eine Pause von 15 Minuten geben.


Für Profies die Variante 3


Hier geht es richtig zur Sache. Wir vereinbaren einen Zeitraum von mind. 24 Stunden und zusätzlich eine Anzahl an Hieben, die Du verabreicht bekommen wirst. Doch aufgepasst! Ich werde niemandem 1500 harte bis sehr harte Hiebe in einem Zeitraum von 4 Stunden verpassen. Dann müsste ich Dir pausenlos 6 Hiebe pro Minute verabreichen. Meine Arme werden sich bedanken und Dein Kreislauf auch.

Realistisch sind dann eher 2 bis 3 Hiebe pro Minute im Durchschnitt, was in einem Zeitraum von 4 Stunden immerhin 720 harte bis sehr harte Hiebe sind, aber auch dann nur, wenn sie pausenlos verabreicht werden. Doch sowohl ich als auch Du wirst die eine oder andere Pause benötigen. Im Laufe von 4 Stunden werden wir eine Stunde mit Pausen verbringen, womit noch 3 Stunden zur Auspeitschung verbleiben. In drei Stunden werden dann zwischen 350 und 500 Schläge verabreicht.


Bei dieser Anzahl an Schlägen werden alle vorhandenen Schlaginstrumente eingesetzt. Dabei sind auch Instrumente, die garantiert blutige bis sehr stark blutende Wunden verursachen. Diese Variante 3 ist also definitiv nichts für jemanden, der keine oder nur wenige Erfahrungen mit einer Auspeitschung hat.


Der Schritt vom "Spanking" zur "Auspeitschung" ist meistens nur ein ganz Kleiner.


Was hast Du davon, ausgepeitscht zu werden?


Es könnte durchaus Lustbefriedigung sein, also eine Auspeitschung, möglichst hart und schmerzhaft, um die eigene sexuelle Lust zu befriedigen.

Es könnte aber auch einfach nur das Gefühl sein, eine Auspeitschung zu brauchen, weil Du Dich wohl irgendwann oder irgendwem gegenüber falsch verhalten hast?

Möglich ist aber auch, und das ist gar nicht so selten, dass eine Auspeitschung einfach zu Deinem Leben gehört, wie die tägliche Mahlzeit.


Auf mich sind in den letzten Monaten vermehrt Masos herangetreten, die eine möglichst harte Auspeitschung wollen, weil sie auf diese Art eine Befreiung physischer und psychischer Belastungen erfahren.


Welcher Grund auf Dich zutrifft, wirst Du selbst am Besten wissen.


Und was habe ich von einer derartigen Auspeitschung?


Für mich als Sado gibt eine verabreichte Auspeitschung in der Tat eine gewisse Befriedigung, das Gefühl, Macht ausüben zu können. Außerdem bekomme ich bei jeder schönen Auspeitschung mit viel Zeit regelmäßig eine riesige Portion Geilheit. Mir macht es Spaß, Dich auspeitschen zu dürfen und zu können, wie es mir gefällt.


Es war wohl im September des Jahres 2021, als ein Maso auf mich zu kam und eine Auspeitschung wollte. Er hatte nach eigener Aussage nur wenig Erfahrung damit. So verabreichte ich ihm, als er am Flaschenzug stand, mit der Reitgerte jede Menge Hiebe in schneller Folge. Er wollte keine Aufwärmung, sondern dass ich gleich von Anfang an hart zuschlagen würde. Nach wenigen Minuten hatte er auf Vorder- und Rückseite seines gesamten Körpers bis zu den Kniegelenken jede Menge Striemen. Nach der Auspeitschung bedankte er sich mit Freudentränen in den Augen und ich empfand in diesem Moment totale Befriedigung im Wissen, alles richtig gemacht zu haben.


Diese Glücksmomente sind es, die ich dann auskoste. Ja, ich empfand sowas wie Stolz und Zufriedenheit, einen Maso glücklich gemacht zu haben.



Aber bitte Vorsicht ...


Bei all diesen wunderbaren Glücksmomenten beim Maso und bei mir selbst, darf nie vergessen werden, dass eine Auspeitschung eine schwere Körperverletzung darstellt, die durchaus das Leben des Gepeitschten bedrohen kann. Nicht nur, dass es mit hoher Wahrscheinlichkeit blutig bis sehr blutig werden kann, auch muss auf bestimmte Körperstellen wie z. B. Nieren und Milz aufgepasst werden. Werden diese Körperstellen zu hart getroffen, können nicht nur äußerliche, sondern auch innere Verletzungen entstehen. Ansonsten muss auf andere Körperstellen wie z. B. Fußsohlen, Beine, Genitalbereich, Rücken und Brust/Bauch nicht besonders aufgepasst werden.


Nun mag es sich vielleicht so anhören, dass ich absolut rücksichtslos bin. Das bin ich allerdings nicht. Stelle ich fest, dass Du eine Auspeitschung in der von Dir gewünschten Härte nicht bis zum Schluss durchstehst, fahre ich einen Gang zurück. Nach wie vor habe ich als Sado für Dich eine Fürsorgepflicht, der ich nachkommen muss. Dazu gehört nicht nur, Dir zwischendurch eine Pause zu geben, sondern am Ende der Auspeitschung auch die Wundversorgung sowie die Tatsache, Dich auffangen zu müssen. Nichts ist für einen Sado im BDSM schlimmer, als wenn der Maso buchstäblich abstürzt und nicht mehr aufgefangen werden kann.


Zum Schluss ... Du kannst eine recht sanfte Auspeitschung bekommen, aber auch eine sehr extreme. Das liegt ganz bei Dir.

 

Anzahl Kommentare: 2

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Eintrag von Martin am 26.03.2022 um 16:26 Uhr
Auspeitschung
Ich als Maso mag es ausgepeitscht zu werden, ob als Bestrafung oder einfach so ist egal. Es gib mir eine gewisse Befriedigung den Schmerz zu spüren. Ich habe in diesem Punkt bereits Erfahrungen gesammelt. Würde eher die Variante 3 bevorzugen. Allerdings muss es nicht gleich blutig werden. Striemen sind egal und gehören dazu - jedenfalls für mich. Sie sollten aber auch wieder von alleine verheilen....

Eintrag von Peter am 11.03.2022 um 12:09 Uhr
auch andere Praktiken
Bis vor einigen Jahren hatte ich Reisen zu meinem Meister in München über 3 - 6 Tage gemacht. Er hatte einen SM-Keller.
Zu 90 Prozent hat er mit mir gemacht, was er wollte, der Rest waren meine Vorschläge-wenn sie ihm Recht waren. Vor 3 Jahren
ist er gestorben.
Mein Wunsch ist es, einem sadistischen Meister möglichst viel Freude bei einer Session zu bereiten.
Wie wird eine solche Session(oder über 2-3 Tage) bei Sir Heiko ohne Tabus aussehen?