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Eintrag vom 07.02.2022 um 11:27 Uhr

Kein Geld, no money

Kein Geld, no money


Die letzten Jahre waren doch schon schwer genug. Die Preise blieben zwar bis Mitte 2021 recht moderat, aber kaum ist die Bundestagswahl vorbei und wir haben nach mehr als 15 Jahren eine Regierung, in der die CDU/CSU keine Rolle spielt.


Und was ist das zufällige Ergebnis? Die Preise steigen, steigen und steigen.

Holz wurde um 80 % teurer, Pellets um mehr als 100 %, Heizöl kostet mittlerweile auch mehr als einen Euro den Liter und Gas ist auch kaum noch bezahlbar. Die Benzinpreise stiegen auf über 2,00 Euro pro Liter und die Lieferzeiten sind von ehemals 1 Woche auf mehrere Monate angestiegen.
Auch Lebensmittel und Dinge des täglichen Bedarfes sind erheblich teurer geworden. So zahlen wir heute für solche Dinge etwa 25 % bis 30 % mehr als noch vor 2 Jahren. Auch die Krankenkassen, Sozialversicherungen und Energieversorger wollen von Jahr zu Jahr mehr Geld von uns. Wo soll das noch hinführen?


Nun, das ist ein anderes Thema. Mir geht es heute um die Spendenbereitschaft. Nein, nicht nur auf Grund meiner Sammelaktion, sonden ganz allgemein. Organisationen wie z. B. das DRK oder die SOS Kinderdörfer, die freiwillige Feuerwehr usw. klagen alle darüber, dass die Spenden in den letzten 2 Jahren um mehr als 40 % gesunken sind.
Aus den eingetragenen Vereinen verschwinden die Mitglieder, weil sie sich die Mitgliedbeiträge nicht mehr leisten können und neue, junge Vereine bekommen gar nicht erst die Chance, größer zu werden und mehr Mitglieder zu bekommen.


Das liegt alles nur daran, dass niemand mehr Geld hat, um es irgendwem sozusaagen zu schenken. Und das niemand mehr Geld für solche gemeinnützigen Dinge hat, liegt wohl nur daran, dass die Preise steigen, aber die Löhne und Gehälter nicht, zumindest nicht im selben Umfang. Ich sehe diese Entwicklung auch für die Zukunft ziemlich düster, wenn sich nicht bald etwas ändert.


Gib mir Dein Geld und ...


Schaue ich mir Webseiten von gemeinnützigen Organisationen an, ist fast immer irgendwo ein Spendenaufruf zu lesen. Getreu dem Motto "Gib uns Dein Geld, damit wir etwas Gutes tun können", frage ich mich immer wieder: "Und was habe ich selbst davon?"
Immer wieder lese ich "Gib mir ...", aber nirgendwo ist zu lesen, ob ich eine Gegenleistung bekomme, wenn ich Geld gebe."


Ich kenne einen Mann, Mitte 50, der einen guten Job hat und jeden Monat 3200 Euro verdient. Er erzählte mir mal, dass er mehrere Daueraufträge laufen hat, um gemeinnützigen Vereinen zu helfen. Er hat dafür doch tatsächlich 9 Daueraufträge über je 50 Euro laufen? Jeden Monat mal eben 450 Euro, die einfach in ein Faß ohne Boden verschwinden. Beachte: Er ist in keinem dieser Vereine, an die er jeden Monat spendet, Mitglied. Er hat die Vereine noch nicht einmal real gesehen, nur auf Webseiten und von sowas wie einer Gegenleistung hat er auch noch nie etwas gehabt. Und dabei spendet er bereits 10 Jahre.
Auf meine Frage, was er mit den 54000 Euro gemacht hätte, wenn er nicht gespendet hätte, fragte er nur: "welche 54000 Euro?" Nun, das ist mittlerweile 3 Jahre her und ich schätze, er spendet immer noch. Aber ich glaube, mittlerweile wohl nur noch aus Bequemlichkeit, denn 9 Daueraufträge zu löschen, kann ganz schön aufreibend sein.


Okay. Das ist ein absoluter Ausnahmefall, auch was die Höhe und Häufigkeit der Spenden betrifft.


Es geht doch anders


Ich bin der Meinung, wenn jemand etwas spenden möchte und dies auch kann, soll er für seine Spende auch eine gewisse Gegenleistung bekommen. Einfach nur Geld geben und nichts dafür bekommen, finde ich einfach unfair. Dabei ist es völlig egal, wie man es bezeichnet, ob Spende, Beitrag oder sonstwie. Gemeint ist doch immer: Gib mir Dein Geld und Du bekommst nichts dafür.


So, ich mache es anders und habe es schon immer anders gemacht.

Jeder, der Spendet, soll auch etwas davon haben. So bekommt jeder Spender von mir einen Gutschein, den er innerhalb von 3 Jahren bei mir einlösen kann. Die Höhe des Gutscheinbetrages ist dabei natürlich von der Höhe des Spendenbetrages abhängig. In der Regel ist der Gutscheinwert höher als der Spendenbetrag.


Ich habe 2019 bereits 7 Gutscheine ausgegeben, die bis Ende 2021 gültig waren. Von diesen 7 Gutscheinen ist leider nur einer bei mir eingelöst worden. Er hat davon eine komplette 3-stündige Session bezahlen können.
Er meinte damals, Mitte 2021, dass so ein Gutschein eine gute Idee gewesen ist.


Was ich mir wünschen würde ist, dass sich mehr Teilnehmer an meiner Sammelaktion beteiligen und ihren Gutschein bis Ende 2024 irgendwann einlösen.

Beteiligst Du Dich auch an meiner Sammelaktion?


 

Anzahl Kommentare: 1

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Eintrag von Andre am 03.03.2022 um 13:38 Uhr
würde ich gerne
kann ich aber nicht.